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Interstuhl-Cup: Häfler Innenstadt soll wieder zur Rennstrecke werden

Auch im Jahr nach dem großen Jubiläum will der RSV Seerose den Radsport in die Innenstadt bringen – mit dem Interstuhl-Cup am 2. April.

Foto (Günter Kram)

11.01.2023, 15:00

Jens Lindenmüller

Redakteur


 

Nach vielen positive Rückmeldungen zum Jubiläumsrennen im vergangenen Jahr will der RSV Seerose auch im 101. Jahr seines Bestehens die Häfler Innenstadt für einen Tag im April zur Bühne für den Radsport machen. Und auch zur Bühne für sich selbst – einen Verein, der mehrere Weltklasse-Athletinnen und -Athleten in seinen Reihen hat und sich stark in der Nachwuchsarbeit engagiert.

Im Terminkalender des Interstuhl-Cups ist Friedrichshafen als Austragungsort der ersten Etappe am 2. April bereits eingetragen – wo genau das Rennen stattfinden wird, ist allerdings noch nicht final entschieden. Möglich wäre auch ein Rundkurs in Ettenkirch.

Yvonne Link macht als stellvertretende Vorsitzende des Vereins allerdings kein Hehl daraus, dass der RSV Seerose mit diesem Rennen am allerliebsten wieder dahin gehen beziehungsweise radeln würde, wo er die größte Aufmerksamkeit erzielt und am meisten Menschen erreicht: auf einem Rundkurs, der wie im vergangenen Jahr über Charlottenstraße, Ailinger Straße, Paulinenstraße, Eckener Straße, Friedrichstraße und Riedlepark mitten durch die Innenstadt führt. „Davon würden alle am meisten profitieren“, sagt Link. Mit „alle“ meint sie den Verein, die Rennfahrer, aber auch die Innenstadt selbst mitsamt dem Einzelhandel.

Europas größtes Rennradmagazin berichtet:

Für den RSV Seerose wäre so ein Event nach dem Jubiläumsjahr eine weitere Chance, seinen Bekanntheitsgrad in der Stadt zu erhöhen. Denn obwohl dieser Verein hinter international erfolgreichen Radsportgrößen wie Liane Lippert, Laura Süßemilch, Bianca Metz, Clara Koppenburg, David List oder Markus Kaufmann steht, räumt Yvonne Link ein: „Es gibt viele Menschen in Friedrichshafen, die das nicht wissen und unseren Verein gar nicht kennen.“ Was Link nicht nur mit Blick auf die Spitzensportler schade findet. Denn auch in der Nachwuchsarbeit ist die Seerose so rührig, dass selbst die Tour, Europas größtes Rennradmagazin, vor kurzem darüber berichtet hat.

Wir wollen zeigen, welche Leistungen mit dem Rad möglich sind. 

Yvonne Link

Werben will die Seerose mit dem Interstuhl-Cup aber nicht nur für sich selbst und den Radsport, sondern auch für nachhaltige Mobilität mit dem Fahrrad als emissionsfreies Fortbewegungsmittel. „Wir wollen zeigen, welche Leistungen mit dem Rad möglich sind, und hoffen, dass Besucher dadurch motiviert werden, selbst aufs Rad zu steigen und das Auto stehen zu lassen“, sagt Yvonne Link.

Aufwand in der Stadt ist deutlich höher

Um das Rennen in der Stadt austragen zu können, benötigt der Verein allerdings noch Unterstützung. Wie Link erläutert, wäre sowohl der finanzielle als auch der personelle Aufwand dort sehr viel höher als in Ettenkirch, weil mehr Absperrgitter und auch mehr Streckenposten benötigt werden. Deshalb hoffen Link und ihre Mitstreiter nun, dass der Kreis der Sponsoren in den kommenden Wochen noch etwas größer wird.

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